
Unsere Tochter Lena ist mit dem Down-Syndrom behindert. Die Kinderärztin hat uns einige
Tage nach Lenas Geburt im September 1996 ihren Verdacht mitgeteilt, der Chromosomentest bestätigte dann wenig
später die Trisomie 21. Die Hebamme hat uns mit einigen Ansprechadressen versorgt und Lenas Trinkschwäche richtig
erkannt, so daß die erste Hürde schon bald genommen war.
Es hat einige Wochen gedauert, bis wir uns vom anfänglichen Schock erholten und die Kraft
fanden, unsere Planungen neu zu ordnen. Wir haben uns dann einer Elterngruppe bei der Lebenshilfe e.V. angeschlossen und
fanden dort im Kreise ebenfalls betroffener Familien viel Hilfe, Orientierung, Rat und Trost.
Mit dem Down-Syndrom behinderte Kinder sind so verschieden und unterschiedlich wie alle
anderen Kinder auch. Ihre Entwicklung hängt sicherlich sehr davon ab, ob ein Kind mit körperlichen Handikaps, wie
z.B. einem Herzfehler, zu kämpfen hat.
Lena ist glücklicherweise ein kerngesundes Kind; auch wenn manch einer die Behinderung
mit Krankheit gleichsetzen mag. Sie entwickelt sich gut, nur eben etwas langsamer als ihr um eineinhalb Jahre älterer
Bruder Lars. Ihrem Bruder hat Lena schon als Baby große Aufmerksamkeit geschenkt. Er ist wirklich ihr größtes Vorbild, ihr
ständiger Ansporn und ihr bester Therapeut.
Wir grüßen alle Leser dieser Seiten, besonders natürlich die Familien, die ein
behindertes Kind haben oder erwarten. Letztere möchten wir ermutigen, ihr Kind mit seinem "Anderssein" voller Liebe
anzunehmen. Die anderen tun das schon längst, so wie wir.
Ihre Familie Görisch, das sind Torsten, Patrizia, Lars und Lena, Berlin-Tiergarten
mailto: Torsten.Goerisch@t-online.de